Nächstes Café am 20. Juli

Vortrag: Kapitalismus, Krise, Behinderung: Ein Streifzug durch die (deutsche) Geschichte

Los geht es wie immer um 19 Uhr und um 19:30 Uhr beginnt der Vortrag.

Auf den ersten Blick scheinen Kapitalismus und Behindertenpolitik nicht viel miteinander zu tun zu haben, gibt es doch z.B. in der deutschen Geschichte erhebliche Unterschiede im Umgang mit Behinderung bei wesentlich gleichbleibenden wirtschaftlichen Grundlagen. Ein Zusammenhang wird allerdings deutlich, sobald man „Kapitalismus“ als einen dynamischen Prozess versteht: Dessen Konjunkturen gehen mit gesellschaftlichen Konflikten einher, die auch der Behindertenemanzipation Möglichkeiten eröffnen und Grenzen setzen. Ein Streifzug durch die deutsche Geschichte von der Weimarer Republik bis zur europäischen Austeritätspolitik unserer Tage soll diesen Zusammenhang zeigen. Dabei wird versucht, die zunehmende Verbreitung bestimmter Ideologien (z.B. im Sinne von „Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“) aus Veränderungen der sogenannten ökonomischen Basis zu erklären.

Michael Zander ist Mitglied der AG Disability Studies in Deutschland und vertritt derzeit eine Professur im Fach Rehabilitationspsychologie an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Letzte Veröffentlichung: „We care“ – aber wer sind „wir“? Luxemburg, 1/2016, http://www.zeitschrift-luxemburg.de/we-care-aber-wer-sind-wir/